Nachlese

Es waren einfach fantastische Tage, dies kann ich rückblickend sagen. Zum dritten Mal in Folge habe ich dieses Camp nun organisiert. Der Aufwand ist groß, aber die strahlenden Augen und das unbeschwerte Lachen der Kinder und Jugendlichen, ist diesen Aufwand absolut wert.  Ich bereue keine Minute, die ich von meiner Freizeit ehrenamtlich opfere.


2015 habe wir auf unserem Gelände erstmalig 40 Kinder und Jugendliche bis 21 Jahre begrüßen dürfen. Die Stadt stellte uns wie die Jahre zuvor, einen in unmittelbarer Nähe liegenden Bolzplatz zur Verfügung. So können wir unseren Hundeplatz zum Campen, Essen, Spielen, Schwimmen und Feiern benutzen, während auf dem Bolzplatz trainiert wird. In diesem Jahr haben wir die Traineranzahl von 3 auf 5 aufgestockt. Wieder mit von der Partie waren Dennis Dünzl und Christoph Lucke, die seit der Geburts des JAC´s dabei sind. Auch Mina Piske die schon 2013 als Trainer fungierte, konnten wir dieses  Jahr wieder für uns gewinnen. Christian Reber, der uns auch schon 2014 als Trainer unterstützt hat, kam gerne wieder um den Jugendlichen zu helfen. Als neues Trainergesicht konnten wir Patrick Zinser gewinnen. Sie alle stehen unter Verzicht auf jegliche Gage den Kindern mit Rat und Tat zur Seite. Ohne diese Leute wäre das Camp einfach absolut unmöglich und ich möchte mich hierfür im Namen aller Teilnehmer und Mitwirkenden bedanken. Ihr seid einfach spitzenmäßig.


Bereits durch die Jugendcamps der Vorjahre sind innige Freundschaften unter den Teilnehmern entstanden, „What´s App Gruppen“ wurden etabliert und so spürte man die Vorfreude schon Wochen und Monate vor dem JAC.  Am Freitag 31.07.2015 wurden, jedenfalls von den bayerischen Kindern, die sogenannten Käseblätter in die Ecke gepfeffert und los ging´s. Das war eine Wiedersehensfreude zwischen den Kindern! Es wurden fleißig Zelte aufgebaut, Wohnwägen gestellt, ein Volleyballnetz installiert und der Pool gefüllt. Alle waren gut drauf, die Sonne brannte vom Himmel, es war einfach super! Am Spätnachmittag haben die Trainer, Kinder und Eltern dann gemeinsam die Geräte zum Bolzplatz gebracht und die drei Trainingsparcours wurden gestellt.  Anschließend gab es eine deftige bayerische Brotzeit. Nach Einbruch der Dunkelheit fand noch eine Fackelwanderung statt, danach war zwischen allen Kindern der Bann gebrochen und es entstand schnell eine große Gemeinschaft.


Am Samstag stand dann der erste Trainingstag auf dem Programm. Es wurde in 6 Gruppen trainiert, jede Gruppe hatte zweimal 1,5 Stunden Training. Vom  Einsteiger bis hin zu Startern in der Königsklasse war alles dabei und wurde fachgerecht auf anspruchsvollen Parcours geschult! Es war für alle sehr anstrengend, aber lehrreich! Während die Kinder trainiert haben, steppte in der JAC Küche der Bär, oder besser gesagt viele fleißige Hände von den Agieltern! Die Töpfe rauchten nur so, es galt ein großes Barbecue vorzubereiten. Von ungewöhnlichen Salaten über Gambas in Knoblauchsosse, Rindersteaks und Maiskolben, alles war dabei. Danke an alle Mamas und Papas, ohne Eure Unterstützung vor Ort, wäre all das unmöglich. Bei dem großen Barbecue Abend mit Krönung eines Siegersalats konnten wir den Abend gemütlich und vor allem lecker ausklingen lassen.


Der nächste Tag war dann nur Vormittagstraining. Nachmittags fand unter den strengen Augen von LR Martin Wenger, das alljährliche JAC Turnier statt. Hier konnten sich Eltern, Trainer und Kinder gegeneinander messen. Bei der Siegerehrung gab es statt Pokalen, Gummibären in verschiedenen Sorten. Als Überraschung gab es für alle JAC Teilnehmer noch ein T-Shirt, das von Rubidog (Gerhard Rubner) und O.M.A. (Ingo Weidinger) gesponsert wurde. Nach der Siegerehrung durften dann die Kinder in die Küche und selbst Flammkuchen ausrollen und belegen. 

 

Am Montag fand das Training bei mehr als 30 Grad statt, am Nachmittag haben wir dann unseren Ausflug in den nahegelegenen Kletterpark gemacht, so konnten sich unsere Hunde alle im Schatten erholen und ausruhen, bzw. im nahegelegenen Sulzbach abkühlen. Am Abend stand dann Party auf dem Programm, bei Burger und Cocktails ließ es sich aushalten. Die Flammen am Lagerfeuer tanzten in bunten Farben und die es roch nach gerösteten Marshmallows.

 

Der letzte Tag war so heiß, dass nur Vormittags trainiert wurde. Nachmittags fanden nur noch  freiwillige Trainingseinheiten statt, die zur Schonung der Hunde aus viel Theorie bestanden. Die meisten Kinder verzichteten jedoch auf das Training und ließen das JAC im Beilngrieser Freibad ausklingen. Ab 15 Uhr fand dann der gemeinsame Abbau statt, auch hier halfen viele Eltern unermüdlich. So war das Chaos schnell beseitigt. Bei der Verabschiedung bekamen die Trainer von den Kindern gestaltete T-Shirts mit Unterschriften aller Teilnehmer und eine Foto CD als Geschenk.

 

Auch 2015 gehe ich aus dieser Veranstaltung mit einem positiven Gefühl. Jugendarbeit ist wichtig, möglich und macht sehr viel Spaß. Neben den zufriedenen Kindern und Jugendlichen aller Verbände, die bestimmt tolle und lehrreiche Tage verbracht haben, habe ich viele tolle Gespräche mit den Agieltern, Teilnehmer, Betreuern und Trainern geführt. Auch hier sind innige Freundschaften entstanden und ich freue mich schon viele Gesichter im nächsten Jahr wieder zu sehen. Im Agility ist die Jugendarbeit noch ein langer Weg. Durch dieses Event konnte ich viele neue Anreize sammeln und weiß, dass man Zuspruch und Unterstützung bekommt, wenn man sie braucht. Hierbei zählt nicht die Verbandszugehörigkeit oder das Bundesland, hierbei zählt einfach nur, der Wille für unsere Agilityjugend und die, die noch kommen wird, die Agilitywelt etwas zu jugendgerechter zu verbessern.